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Wie jedes Jahr haben die Mitglieder des Förderkreises Roederhof auch 2025 in einem Jahresbrief über die Aktivitäten und Geschehnisse berichtet und diesen an die Freundinnen und Freunde geschickt.
Weiterlesen: Antworten auf den Jahresbrief 25 des Förderkreises Roederhof
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Bad Belzig, Dezember 2025
Liebe Freundinnen und Freunde in Frankreich, Belgien, Italien, England und Deutschland,
vor 80 Jahren wurde unsere Stadt von mutigen Bürgern kampflos an die Rote Armee übergeben. Die Soldaten befreiten anschließend das KZ-AußenlagerRoederhof im Grünen Grund. Ein besonderer Gedenktag! In diesem Jahr waren viele Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung des Gedenkens beteiligt. Das alljährlich vorgetragene Gedicht von Katharina Dahms „Stilles Gedenken“ war in deutscher, englischer und französischer Sprache zu hören. Der Gymnasiast Julius Model berührte Helena Rens, die zum wiederholten Male aus Belgien angereist war, mit dem Vortrag des Gedichtes in niederländischer Sprache. Die Geschichte der „Moorsoldaten“ wurde erzählt und vom Chor des Fläming-Gymnasiums gesungen. Mit seiner besonderen Rede spannte Thomas Wernicke einen beeindruckenden Bogen von den Berichten der Belgierinnen, Germaine Terwecoren und Clara Draulans-Torfs, welche die Befreiung erlebten und in ihre Heimat zurückkehren konnten. Er sprach über die Erzählungen seines Vaters auf dem Marsch nach Osten und stellte sich die Frage: Wenn ich früher geboren worden wäre und in diesen Krieg gemusst hätte, wie hätte ich mich verhalten. Er fragte: Wie verhielten sich die Belziger zum Geschehen im Lager am Rande der Stadt.
Helena Rens, die Nichte der im Lager verstorbenen Maria Aerts, wandte sich an die anwesenden Jugendlichen mit den Worten: „Es gibt bald keine Zeugen mehr. Dann seid ihr die, die es weitererzählen müssen“ Sie forderte auf: „ Erzählt was im Faschismus geschehen ist. Fragt nach. Vergesst nicht!“ Lieder des Chores unter Leitung von Dieter Halbach, die in dieser dunklen Zeit im KZ entstanden, trugen ihren Teil zum würdigen Gedenken bei. Wam Kat, Vorsitzender des Belziger Forum e.V., rief zum Abschluss des Gedenkens zur Toleranz auf.
Anne Catherine del Marmol, Tochter der im Außenlager zu Tode gequälten Marie Luise del Marmol, schickte uns eine Betrachtung „Des morts et des monstres“. Diese ist auf unserer Seite www.aussenlager-roederhof.de in französischer und deutscher Sprache zu lesen und wurde von über 1000 Interessierten aufgerufen und gelesen.
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Am 1. September, dem Weltfriedenstag, lädt der Förderkreis Roederhof wieder zum Gedenkspaziergang ein. Es ist eine Wanderung zur Geschichte des KZ-Frauenaußenlagers Roederhof, auf der vom Grünen Grund über das Geweihhaus an der Lübnitzer Straße bis zu den Resten der Munitionsfabrik der tägliche Arbeitsweg der Frauen gelaufen wird.
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Das besondere Gedenken
Vor 80 Jahren wurde unsere Stadt von mutigen Bürgern kampflos an die Rote Armee übergeben. Diese befreite anschließend das KZ-Außenlager Roederhof im Grünen Grund.
Ein besonderer Gedenktag, der das „Nie wieder!“ der Frauen und Mädchen, die das Martyrium während der faschistischen Barbarei überlebten, bekräftigt.
In einer Welt, in der es zahlreiche Kriege gibt, Rassismus und faschistisches Gedankengut in Parlamente einzieht, ist das Gedenken an die schrecklichen Geschehnisse am Ende des 2. Weltkrieges am Rande unserer Stadt besonders wichtig!
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80 Jahre ist es in diesem Jahr her, dass die Stadt Belzig von mutigen Bürgern der Stadt kampflos an die Rote Armee übergeben wurde und anschließend die noch 63 Frauen und Mädchen aus der Krankenbaracke des KZ-Außenlagers Roederhof befreit wurden. Seit 1965 gibt aus diesem Anlass ein ehrendes Gedenken an diese Ereignisse.
Über all die Jahre kamen anfangs Frauen, die das Martyrium überlebt hatten. Im vergangenen Jahr verstarb Sonia Libera Metlika, die letzte Überlebende von der wir wussten und zu der wir über ihre Kinder Kontakt hatten. Die Verbindungen zu Angehörigen und Verwandten pflegen wir weiter, so auch zu Anne Catherine del Marmol, deren Mutter im Lager in 16 Tagen zu Tode gequält wurde. Ausgehend von der Entwicklung in der Welt hat sie uns unter dem Titel „Tote und Ungeheuer“ eine persönliche Betrachtung über das Leben der Kinder der Opfer der Nazibarberei und der Kinder der Täter geschickt.
In dieser Betrachtung lässt sie ihr Leben nach dem frühen, grausamen Tod ihrer Mutter Revue passieren, was es für ihr eigenes Leben und das der Familie bedeutete. Auch fragt sie sich, wie leben heute Kinder der Täter, mit dem Wissen, was ihre Eltern grausames, menschenverachtendes getan haben.
Auf unserer Internetseite www.aussenlager-roederhof.de können Sie diese Betrachtung in französischer und deutscher Sprache lesen.
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Arbeitseinsatz an der Gedenkstätte im Grünen Grund
Am 01.03.2025 trafen sich 4 Schülerinnen und 7 Schüler mit ihrem Lehrer Herrn Landeck vom Fläming-Gymnasium und Mitglieder des Förderkreises Roederhof an der Gedenkstätte für das Außenlager Roederhof vom KZ Ravensbrück zu einem Arbeitseinsatz.
Zu Beginn erfolgte eine kleine Einführung zur Geschichte dieses Platzes am Rande der Stadt, auf dem sich am Ende des 2. Weltkrieges Grausames ereignet hatte. Frauen und Mädchen, die hier untergebracht waren und in der Munitionsfabrik Zwangsarbeit leisten mussten, bezeichneten das Lager als „Lager des langsamen Todes“.
Bei dem Einsatz ging es darum, die Sicht auf vorhandene baulichen Reste des Lagers wieder zu verbessern. Also wurden nachgewachsene Äste an den Bäumen und kleines Strauchwerk um die Fundamentsteine der Baracken beseitigt. Die 7 männlichen Gymnasiasten beseitigten mit Feuereifer einen kleinen abgestorbenen Baum, der auf die Barackenfläche zu stürzen drohte. Um die Konturen deutlicher zu machen, wurde das abgeschnittene Strauchwerk zwischen den Fundamentsteinen abgelegt. Zuvor hatten die Schüler den Weg zum Fundament der Waschbaracke begradigt. Er war von Wildschweinen völlig zerwühlt. Auch an der Waschbaracke beseitigten sie den Aufwuchs. Wenn Schüler ganzer Schulklassen auf dieser kleinen Grundfläche stehen, wird deutlich, wie eng es war, wenn 24 Frauen sich 12 Duschen teilen mussten.
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Geschenk aus dem Nachlass von Helga Kästner
Unsere Ehrenbürgerin Helga Kästner ist am 22.01.2025 verstorben. Ihr Vermächtnis als Chronistin unserer Stadt und der umliegenden Gemeinden zeigt sich in zahlreichen Büchern und Chroniken. Das Buch „Chronik der Stadt Belzig – Kriegstagebuch April 1945 - Munitionsfabrik Roederhof“ hat als Einband das Gemälde „Der lange Weg“ von Imad Alfil. Als er 2015 aus Syrien nach Bad Belzig kam, hatte er sein Kunststudium nach 3 Jahren abgebrochen, in seiner Heimat war Krieg. Sein Gemälde passte also sehr gut zum Inhalt dieses Chronikbandes und er stellte es gerne als Einband zur Verfügung. Helga Kästner erwarb dieses Bild vom Künstler.
